Ablauf einer Aktienorder für Anfänger erklärt

Der An- und Verkauf von Aktien gestaltet sich heute dank moderner und weitgehend selbsterklärender Systeme bei Online-Brokern relativ einfach. Das gewünschte Wertpapier lässt sich mittels Suchmaske finden, wobei in der Regel der Name genügt. Sollte dieser nicht ausreichen, beispielsweise weil es verschiedene Aktien einer Gesellschaft gibt, ist es sinnvoll, die Wertpapierkennnummer (WKN) zu kennen.

Der reine Kauf ist einfach doch solltest du als Anfänger eine Aktienstrategien verfolgen, damit du langfristige wirklich erfolgreich wirst mit Aktien.

In meinen nun 7 Jahren am Aktienmarkt habe ich immer wieder Menschen getroffen, die sich das schnelle Geld an der Börse gewünscht haben, nur wurde das schnelle Geld in den meisten Fällen nicht gemacht. Aktien können auch spaß machen nur solltest du eine Strategie entwickeln und rationale Entscheidung treffen. Übrigens war ich auch jemand der sich das schnelle Geld gewünscht hat und es auch bekommen hat.. nur war das extremes Glück.

Hier die Übersicht zu unserer Reihe (Wie startest du als Anfänger mit Aktien?):

  1. Was sind Aktien und was sollte man über Aktien wissen? 
  2. Wie eröffne ich ein Aktiendepot? 
  3. Wie läuft eine Aktienorder ab? – (dieser Beitrag)
  4. Welche Bücher sollte ich am Anfang lesen?
  5. Wie du dir ein Musterdepot erstellen kannst?

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die Konzepte der besten Investoren der Welt in praktische Lektionen zu destillieren, aus denen sowohl der ungeübte Anleger als auch der ausgefuchste Profi etwas lernen kann.

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Schritt 1: Wähle deinen Handelsplatz

Die wichtigste Börse für den deutschen Handel ist die Börse Frankfurt inklusive Xetra (elektronischer Handelsplatz). Daneben gibt es sieben weitere Handelsplätze, die einen deutlich geringeren Anteil am Gesamthandel einnehmen.

Die wichtigsten Handelsplätze in Deutschland sind:

  1. Frankfurter Wertpapierbörse mit ihren elektronischen Handelsplattformen Xetra (Aktien) und Eurex (Futures und Optionen). Über die Xetra werden rund 80 Prozent der Deals in Deutschland abgewickelt
  2. Börse Stuttgart (Derivate und Zertifikate)
  3. Wertpapierbörsen Hamburg und Hannover (Fondshandel)
  4. Berliner Börse (festverzinsliche Wertpapiere)
  5. Börse Düsseldorf (DAX-Werte ohne Spread, Fondshandel ohne Ausgabeaufschlag)
  6. Börse München (Aktien, Renten und Fonds, spezielles mittelständisches Börsensegment M:access)

Die Wahl des Handelsplatzes bestimmt, zu welchem Kurs und wie schnell eine Order ausgeführt wird. Nicht alle Wertpapiere werden an allen Börsen gehandelt. Zudem entfallen zusätzlich sogenannte „Börsenplatzabhängige Entgelte“. Alternativ können einige Wertpapiere außerbörslich gehandelt werden.

Börsenplatzabhängige Entgelte

Zusätzlich zu den Gebühren für die Bank oder den Online-Broker muss du als Anleger mit direkten Handelsgebühren rechnen, die je nach Handelsplatz variieren. In Frankfurt fallen auf Xetra etwa je Order 2,52 Euro.

Jedoch können diese Gebühren auch je nach ausführender Bank variieren, da unterschiedliche Modelle zwischen Börse und Bank vereinbart sind.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, über den sogenannten außerbörslichen Handel Gebühren zu sparen. Allerdings werden hier nicht immer die identischen Kurse wie an den regulären Handelsplätzen aufgerufen, so dass die Gebührenersparnis schnell durch ungünstigere Kurse aufgezehrt wird.

Schritt: 2 Wähle den passenden Geld & Briefkurs für dich aus

Je nachdem, ob gekauft oder verkauft werden soll, werden unterschiedliche Preise angezeigt. Der Geldkurs ist der aktuell gültige Preis, den man erhält, wenn man ein Wertpapier verkauft, der Briefkurs der Preis, den man beim Kauf des Wertpapiers zu entrichten hat.

Normalerweise zeigt die Software des Online-Brokers bereits den passenden Kurs an, sobald man „Kauf“ bzw. „Verkauf“ auswählt.

Briefkurs

Der Preis bzw. Kurs, zu dem Verkäufer bereit sind, Wertpapiere zu verkaufen. Im Gegensatz hierzu ist der Geldkurs der Kurs, zu dem Käufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen. Für die Begriffe Briefkurs und Geldkurs werden auch oft die englischen Begriffe „Ask“ und „Bid“ verwendet.

Schritt 3: Sichere deine Aktienorder durch Limit

Möchtest du ein Wertpapier zu einem bestimmten Kurs kaufen, hilft der „Limit“-Zusatz.

Je nach Broker können hierfür zusätzliche Gebühren anfallen, insbesondere, wenn die Order nicht innerhalb des Gültigkeitszeitraums ausgeführt wird. Das gleiche gilt für Limitänderungen. Zusätzlich zum einfachen Limit gibt es weitere Konstruktionen wie Stop Buy/Stop Loss, mit deren Handhabung man sich jedoch vertraut machen sollte, bevor man sie anwendet.

Häufiges Missverständnis beim Stop Buy und Stop Loss Limit

Die Annahme, dass eine Stop Loss-Order immer mindestens zum Stopp Loss-Limit ausgeführt wird, ist ebenso wenig zutreffend, wie dass eine Stop Buy-Order immer maximal zum Stop Buy-Limit ausgeführt wird.

Sowohl Stopp Loss als auch Stop Buy sind lediglich Aktivierungsschwellen. Die Order-Abrechnung erfolgt immer zum nächsten (!) Kurs nach Aktivierung, der somit über, aber eben auch unter dem Aktivierungslimit liegen kann.

Bei der Option „billigst/bestens“ wird das Wertpapier zum aktuell billigsten Angebotskurs eingekauft bzw. zum besten Nachfragekurs verkauft. Die Order wird ausgeführt, sobald ein Angebot bzw. eine Nachfrage am gewählten Handelsplatz vorliegt, was bei häufig gehandelten Wertpapieren meist sofort der Fall ist.

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Schritt 4: Die bösen Ordergebühren

Sobald die Order ausgeführt ist, werden verschiedene Gebühren fällig. Dazu zählt die Ordergebühr des Online-Brokers, das börsenplatzabhängige Entgelt sowie weitere Posten (z.B. Umschreibeentgelt bei Namensaktien, Kommissionsgebühren für Auslandshandel). Die Kosten variieren je nach Anbieter sehr stark und sollten daher vorab verglichen werden.

Kosten beim Aktienkauf – die Transaktionskosten

Trotz allgemein günstiger Gebührenstrukturen bei Onlinebrokern, kommst du als Anleger um Kosten beim Aktienkauf nicht herum.

Banken verlangen meistens in Abhängigkeit vom Ordervolumen eine Provision. Diese macht mit teilweise rund ein 1% Prozent des Kurswerts den größten Teil der Kosten bei Aktienkäufen aus.

Zudem unterliegen sämtliche Transaktionen einer sogenannten Mindestgebühr, diese beläuft sich jedoch häufig unter zehn Euro. Hier finden Sie den passenden Broker.

Kosten beim Aktienkauf – die Börsenspesen

Neben den Bankprovisionen können je nach Broker auch noch Spesen für den Börsenmakler oder das Handelssystem bzw. den Börsenplatz anfallen. Allerdings sind diese Kosten häufig nur bei ausländischen Handelsplätzen bzw. beim Derivate-Handel relevant.

Abhängig vom jeweiligen Depot-Modell gibt es auch bei den Börsengebühren große Unterschiede.

Kosten beim Aktienkauf – der kostengünstige Direkthandel

Die, in der Regel, günstigste Möglichkeit zum Aktienkauf ist der Direkthandel.

Zahlreiche Geldinstitute bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Wertpapiere direkt mit ihnen zu handeln. Kosten entstehen dabei nur durch einen etwas erhöhten Kaufpreis bei der Transaktion. Allerdings liegen die gesamten Transaktionskosten damit immer noch deutlich unter dem herkömmlichen Börsenhandel.

Hier geht die Reihe weiter (Teil 4): Diese 5 Bücher sind perfekt für Einsteiger

Häufig gestellte Fragen:

Wie kann ich als Privatperson Aktien kaufen?

  • Im ersten Schritt musst du ein Depot für den Aktienkauf und Wertpapierhandel anlegen. Das kannst du bei der deiner Bank oder Online broker eröffnen. Anschließend kannst du dir deine Aktie aussuchen und deine Aktie kaufen. Vergesse aber nicht die Gebühren die Anfallen.

Wie viel kostet eine Aktie?

  • Die Mindestsumme für den Kauf hängt von der Höhe der Gebühren ab! Grundsätzlich ist die Mindestsumme so hoch, wie eine einzelne Aktie wert ist. Bei RWE sind das derzeit 23 Euro, bei der Mastercard sind es 450 Euro. Es gibt aber auch Aktien, die mehrere tausend Euro kosten. Ab 500 € lohnt es sich in Aktien zu investieren, da die Ordergebühren sonst deine Gewinner verkleinern.

Was bedeutet Order an der Börse?

  • Eine Order, auch Wertpapierorder, ist der Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge von Wertpapieren. Früher wurden vorwiegend Aktien und Renten als Wertpapiere betrachtet.

Was ist eine Limit Order?

  • Eine Limit-Order wird in der Regel verwendet, um eine bestimmte Stückzahl von Wertpapieren zu einem festgelegten oder besseren Preis zu kaufen, oder zu verkaufen. Jede Limit-Order hat eine bestimmte Gültigkeitsdauer, in der die Order ausgeführt werden kann z.B. “Tagesgültig”.

Was ist ein Sell Limit?

  • Dies ist eine Buy-Order, die aber erst ausgeführt wird, wenn das gewählte Limit (oder besser) am Markt erreicht ist. Diese Orderart wird unter dem Marktpreis platziert.

Was ist ein Stop Loss?

  • Stop-Loss ist ein automatischer Auftrag zum Aktienverkauf, sobald eine Aktie mehr oder weniger deutlich im Minus ist. Eine Stop-Loss-Order gilt nur bei einem Verkaufsauftrag und kannst du als eine spezielle Limit-Form bezeichnen.

Was ist ein Trailing Stop Loss?

  • Trailing-Stop Order. Die Trailing-Stop Verkaufsorder ist eine abgewandelte Stop-Order. Hierbei wird der Stop-Preis in einem festgelegten Folgeabstand (Trailing-Wert) an den Kurs gekoppelt. Wenn dieser Wert steigt und somit der Abstand größer als der Trailing-Wert ist, wird der Stop-Preis nach oben angepasst.

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